Wärmebildkamera

Vor allem im Bereich der Erfassung von nicht sichtbaren Störquellen sind Wärmebildkameras mittlerweile unerlässlich. Sei es die Leckageortung, das Aufspüren von Störkörpern oder das Definieren der besten Positionierung von empfindlichen Bauteilen – in der Produktion und bei Kontrolle von sensiblen Anlagen sind Wärmebildkameras mittlerweile ein Muss.

Allgemeine Informationen zu Wärmebildkameras

Eine Wärmebildkamera wird auch Thermografie-, Thermal-, oder Infrarotkamera genannt.
In der Regel handelt es sich um ein bildgebendes Gerät, vom Aufbau einer herkömmlichen Kamera sehr ähnlich. Der kleine aber feine Unterschied besteht in der Aufnahme und Verarbeitung von Umgebungsinformationen: die Wärmebildkamera empfängt Infrarotstrahlung und übersetzt diese in Bilder. Wärmebildkameras messen in einem Wellenlängenbereich von ca. 0,7 µm bis 1000 µm. Da dieser große Erfassungsbereich allerdings nicht notwendig ist, nutzen die meisten Wärmebildkameras einen Spektralbereich von ca. 3,5 bis 15 µm (mittleres und langwelliges Infrarot).

Anwendung

Wärmebildkameras in der privaten Anwendung

Auch in der privaten Anwendung finden Wärmebildkameras ihre Anwendung. Der Heimwerker kann hiermit Heizungsrohre lokalisieren und sich somit die Bearbeitung von Wänden vereinfachen. Kältebrücken bei der Isolierung von Wänden können aufgespürt werden. Des Weiteren ist es z.B. möglich Tiere im Garten zu finden. Die Anwendung für Wärmebildkameras sind vielseitig – der Phantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

Nutzung für Profis der Messtechnik

Für Anwender von Messtechnik sind Wärmebildkameras ein praktisches Werkzeug, um zerstörungsfreie Kontrollen und Wartungsarbeiten durchzuführen. Bei der Kontrolle von Klimaanlagen können vielseitige Einsichten gewonnen werden. Vor allem aber bei Anlagen die mit großer Hitze arbeiten sind Wartungsarbeiten von essentieller Bedeutung und werden mit einer Wärmebildkamera massiv vereinfacht.
Auch für Maler und Lackierer, bzw. Schimmelexperten ist die Wärmekamera ein beliebtes Hilfsmittel. Die Beurteilung von Wänden, ihrer Dichte und das Aufspüren von Kältebrücken wird zum Kinderspiel.

Wärmebildkameras in der Industrie

Für beinahe jeden Industriezweig sollte eine Wärmebildkamera zur festen Ausstattung gehören. Hier mal ein Leck, dort mal eine Fehlerquelle, da mal ein Umbau – eine Wärmemessung und das visualisieren von Wärmeunterschieden kann die Arbeit enorm erleichtern.

Fazit

Wärmebildkameras erleichtern und das Leben. Für die private Anwendung sind diese Spezialkameras noch zu teuer – für den Profi allerdings erschwinglich, da im Gegensatz zu anderen Messverfahren sehr viel Zeit gespart wird und sich der Anschaffungspreis schnell amortisiert.