Slow Motion Kamera

Eine Slow Motion Kamera ermöglicht es Ihnen, Handlungsabläufe deutlich langsamer anzuzeigen. Und zwar so, wie Sie es aus Darstellungen in Zeitlupe gewohnt sind. Weil eine solche Digitalkamera imstande sein muss, mehrere Bilder innerhalb eines Bruchteils von Sekunden aufzunehmen, gibt es diverse technische Besonderheiten, die es beim Kauf derartiger Kameras zu beachten gilt.

Abgrenzung zwischen üblicher Digitalkameras und Slow Motion Kamera

Mit Slow Motion aufgenommener Wassertropfen

Kaufen Sie eine handelsübliche Videokamera, so beträgt die gewöhnliche Abspielrate von Filmen 25 Bilder (50 Halbbilder) je Sekunde. Jegliche zeitlichen Effekte beruhen somit darauf, dass Sie pro Sekunde mehr oder weniger 25 Bilder aufnehmen. Berücksichtigen sollten Sie, dass Zeitraffer das genaue Gegenteil von Zeitlupe darstellt. Hierbei werden pro Sekunde noch weniger Bilder aufgenommen. Demzufolge läuft die Handlung bei einer normalen Abspielung schneller ab, als dies in der Realität der Fall ist. Wird die Handlung zusätzlich um das 6- bis 10-fache beschleunigt, sprechen Fachleute von Quick-Motion. Somit kann ein Vorgang, der mehrere Stunden oder gar Tage dauert, mittels Zeitraffer in nur wenigen Minuten wiedergegeben werden. Besitzen Sie dagegen eine Slow Motion Kamera, können Sie mehrere Bilder pro Sekunde aufnehmen. Sofern Sie den Film normal abspielen, läuft die Handlung demzufolge schneller ab. Eine Mini Kamera mit dieser Funktion kann Abläufe halb so schnell bis viermal langsamer wiedergeben. Mit High-Speed-Kameras geht das noch schneller vonstatten. Mit einer solchen Apparatur können Sie etwa eindrucksvoll beobachten, wie ein Wassertropfen nach und nach zerplatzt. Die Definition High-Speed kann sich auch auf Kameras beziehen, mit welchen sich schnelle Bildfolgen aufnehmen lassen.

Was Sie vor dem Kauf einer Slow Motion Kamera wissen sollten

  • Bedingt durch die schnelle Bildfolge müssen pro Sekunde viele Bildinformationen auf der USB Kamera gespeichert werden. Bei zahlreichen Apparaten ist dies allerdings nur möglich, wenn die Auflösung herabgesetzt wird. Hierdurch können die Filme entweder nur in kleinen Bildformaten wiedergegeben werden oder in unschärferer Form. Eine IP Kamera mit hoher Zahl an Megapixel ist von Vorteil.
  • Die Speicherung aller Bilder wird umso schwieriger, je schneller diese aufgenommen werden. Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen werden oftmals nur schemenhaft erfasst, da in der kurzen Zeit ggf. nur wenig Licht durch das Objektiv einfällt. Demzufolge müssen mit der Slow Motion Kamera aufgezeichnete Szenen gut ausgeleuchtet sein. Während eine gewöhnliche Zimmerbeleuchtung unzureichend ist, eignen sich starke Scheinwerfer sowie helles Sonnenlicht ideal.
  • Benötigen Sie die Slow-Motion-Funktion Ihrer HD Kamera für die detaillierte Aufzeichnung schneller Sportarten wie etwa Tischtennis, werden Sie zwangsläufig auf zwei Grenzen stoßen. Einerseits werden Sie den Ball angesichts der geringen Auflösung kaum erkennen können. Zum anderen genügt die Verlangsamung auf die Hälfte oder ein Viertel zumeist nicht, um wirklich Genaues zu erkennen.
  • Bei den gewöhnlichen preisgünstigen Modellen ist diese Funktion dazu gedacht, Filmszenen interessanter zu gestalten. Möchten Sie Digitales aufnehmen und für Videoanalysen nutzen, müssen Sie spezielle und professionelle Geräte erwerben, die mit weit über 100 Bildern je Sekunde nebst exzellenter Auflösung zurechtkommen. Bereits bei 4-facher Verlangsamung wird dann der Flügelschlag einer Libelle nur ein Schemen sein.