LED Lampen – Leuchtmittel der Zukunft

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Die Erfindung der Glühlampe vor mehr als 100 Jahren veränderte die Welt. Sie erleichterte das Leben der Menschen ungemein, schenkte ihnen mehr Freizeit, ermöglichte jedoch auch die Einführung der Schichtarbeit. Als Leuchtmittel sind klassische Glühlampen aber wenig geeignet, da sie lediglich 5 Prozent des Stroms in Licht umsetzen, der „Rest“ wird als Wärme abgestrahlt. LED Leuchtmittel lösen langsam aber sicher die konventionellen Glühlampen ab, da sie mehr als 6 mal effizienter sind.

Was sind LED Leuchtmittel?

In der Beleuchtungstechnik bezeichnet man damit Lichtquellen, die Dioden aus Halbleitermaterial zur Lichterzeugung benutzen. Die Bezeichnung LED heißt „light emitting diode“ – Leuchtdiode. Im Gegensatz zu anderen, nicht leuchtenden Halbleiterdioden, die häufig aus Silizium, manchmal aber auch aus Selen oder Germanium bestehen, werden LEDs aus speziellen Galliumverbindungen hergestellt. Fließt ein Strom in Durchflussrichtung durch die Leuchtdiode, strahlt diese je nach Art des Materials sichtbares Licht oder infrarote Wellen aus. Durch die Zusammensetzung wird die Wellenlänge (Farbe) des Lichtes festgelegt.

Welche Vorteile haben LED Leuchtmittel?

Sie nutzen den Strom bedeutend besser als herkömmliche Glühlampen. Damit können Verbraucher mehr als 80 Prozent Energie einsparen. Anders ausgedrückt wird mit LED Lampen bei gleicher Helligkeit nur etwa ein Sechstel des Stroms benötigt, um einen Raum auszuleuchten. LED Lampen zeichnen sich zudem durch eine außerordentlich hohe Lebensdauer aus. Durchschnittlich erreichen moderne LED Lampen bereits mindestens 25.000 Betriebsstunden. Dabei können sie mehr als 12.000 Ein- und Ausschaltvorgänge überstehen. Diese positiven Merkmale sind gepaart mit einer geringen Größe und Wärmeentwicklung. Da LED Lampen nicht sehr heiß werden, können sie auch an verdeckten und/oder schwer zugänglichen Stellen eingebaut werden. Sie stellen keine Brandgefahr dar und beschädigen den Untergrund oder die Umgebung nicht. Zudem verursachen LED Lampen bei der Entsorgung keine Umweltprobleme wie Energiesparlampen, die giftiges Quecksilber enthalten.

Wo werden LED Leuchtmittel eingesetzt und gibt es auch Probleme?

Die moderne energiesparende Beleuchtung findet in vielen Bereichen der Technik Anwendung. Im Fahrzeugbau beispielsweise werden LED Leuchten als Tagfahrlicht verwendet, da sie sehr hell leuchten und darum auffällig sind. Für den mobilen Einsatz werden LED Leuchten oft in Taschenlampen oder in Handys eingebaut, da sie hohe Leuchtkraft besitzen, aber nur wenig Strom benötigen. Im Wohnbereich finden sich LED Lampen oft als integrierte Beleuchtung in Hausbars, Vitrinen, Bilderrahmen oder Spiegeln. Auch Punktstrahler, Tischleuchten oder Unterbauleuchten werden als LED Lampen angeboten. Bis jetzt gibt es nur LED Lampen mit relativ geringer Leistung, deren Lichtausbeute etwa der einer konventionellen 75 Watt Glühlampe entspricht. Dabei sollte aber beachtet werden, dass die LED Technologie noch sehr neu ist und auf diesem Gebiet die Entwicklung mit Riesenschritten voran geht. Schon bald wird es auch LED Leuchten für die allgemeine Ausleuchtung von Wohnräumen im Handel geben.