Der dynamische Kontrast regelt die Kontrastwerte bei Bildschirm und Fernseher

By Triwarius on 1. April 2014 in Standard
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Wer sich in letzter Zeit einen Monitor oder ein Fernsehgerät gekauft hat, dem ist die Angabe des dynamischen Kontrastes vermutlich aufgefallen. Dieser Wert gibt an, um wie viel heller der weißeste Bildpunkt eines Testbildes im Verhältnis zur dunkelsten Stelle eines anderen Testbildes ist. Ein realistischer Wert hierbei ist ein Kontrastverhältnis ab 600 : 1, da damit lebendige Farben und ein ausdrucksstarkes Bild sichtbar wird. Darunter liegende Kontrastwerte ergeben eine flaue Darstellung und unscharfe Kontraste.

Dynamischer Kontrast beim Fernseher gilt für Flüssigkristallbildschirme

Höhere Kontrastwerte können bei den derzeit gängigen Bildschirmmodellen ausschließlich mit dynamischen Kontrast erzeugt werden. Zusätzlich wird hier die Stärke der Hintergrundbeleuchtung entsprechend verändert, wobei diese bei dunklem Bild reduziert und bei hellem Bild verstärkt wird. Wenn dieser Effekt gut ausgenutzt wird, entsteht bei Filmen der Eindruck eines stärkeren Allgemeinkontrastes. Das bedeutet aber nicht, dass der Kontrast beim Einzelbild verändert wird, sondern nur derjenige, der zwischen zwei aufeinander folgenden Bildern entsteht. Dynamischer Kontrast beim Fernseher wirkt also nur bei bewegten Bildern, bei statischen Anwendungen wie etwa einer Bildbearbeitung kommt er nicht zum Tragen, sondern sollte sogar ausgeschaltet werden um eine gleichmäßige Arbeitsumgebung zu erreichen. Damit kann mit einem modernen Gerät durchaus individuell nach den optischen Bedürfnissen gearbeitet werden.

Das Kontrastverhältnis ist ausschlaggebend für perfekte Bilddarstellung

Wer sich die technischen Angaben für einen Fernseher oder Bildschirm genaueransieht, der findet entsprechende Werte zum Kontrastverhältnis. Dieses errechnet sich aus der maximalen und minimalen Leuchtkraft des Bildschirms. Der Quotient aus diesem Wert ergibt dann den Kontrastwert. Dieser wird von den Herstellern oft unterschiedlich angegeben, denn während einige den statischen Kontrast angeben, findet sich bei den anderen der dynamische Kontrast wieder. Diese beiden Werte können keinesfalls miteinander verglichen werden, da sie sich vor allem bezüglich der Größe immens unterscheiden. Während dynamischer Kontrast beim Fernseher oft mit einem höheren Wert angegeben wird, ist der statische Kontrast niedriger angesiedelt. Ein hoher dynamischer Wert, der durchaus bis zu Werten von Millionen gehen kann, bewirkt, dass bei der Darstellung heller Szenen der Schwarzwert entsprechend angepasst wird. Vor allem bei schnellen Szenen, in denen viel Grau vorkommt, wirkt sich ein hoher Wert entsprechend positiv auf die Bilddarstellung aus.

Wer sich einen neuen Bildschirm oder Fernseher kauft, der sollte sich über den genauen Kontrastwert genau informieren. Neben diesen Herstellerangaben sollte man sich aber auch genau überlegen, welche Darstellung für die eigene Anwendung oder den Fernsehgenuss ausschlaggebend ist. Wer auf starke Farben Wert legt, wählt klarerweise einen hohen Kontrastwert, während jemand, der hier auf keine klaren Linien setzt, eher geringere Werte wählen wird. Ausschlaggebend sind also die eigenen visuellen Vorlieben, die sowohl bei der Arbeit am Bildschirm als auch beim Fernsehgenuss die wesentliche Rolle spielen sollten. Eine entsprechende Grundeinstellung ist bei den meisten Geräten ohnehin bereits gegeben und kann individuell geregelt werden.

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